Wenn Sie ein Solarium besuchen möchten, fragen Sie sich vielleicht, ob Sie während der Sitzung Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor (LSF) verwenden sollten. Das ist eine häufige Frage, besonders von Anfängern, die ihre Haut schützen und gleichzeitig eine schöne Bräune erzielen möchten. Um diese Frage richtig zu beantworten, ist es wichtig zu verstehen, wie LSF wirkt und wie er den Bräunungsprozess beeinflusst.
Der Lichtschutzfaktor (LSF) schützt die Haut vor ultravioletter Strahlung, insbesondere vor UVB-Strahlen, die Sonnenbrand verursachen. Sonnenschutzmittel bilden eine Barriere, die UV-Strahlung reflektiert oder absorbiert und so deren Eindringen in die Haut verhindert. Da Solarien UV-Licht benötigen, um die Melaninproduktion anzuregen, verringert die Verwendung von Sonnenschutzmitteln die Wirksamkeit des Bräunungsprozesses.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Hautschutz unwichtig ist. Im Gegenteil: Der Schutz der Haut beim Solariumbesuch ist sehr wichtig, um Trockenheit, Reizungen und langfristige Hautschäden zu vermeiden. Anstelle herkömmlicher Sonnencreme werden oft spezielle Bräunungslotionen empfohlen, da diese speziell für Solarien entwickelt wurden. Diese Lotionen spenden Feuchtigkeit, verbessern die Durchblutung und fördern die Melaninproduktion, was zu einer gleichmäßigeren Bräune beiträgt.
Ein häufiger Fehler ist die Annahme, längeres Bräunen kompensiere die Verwendung von Sonnenschutz. Davon ist abzuraten. Längeres Bräunen erhöht die UV-Belastung und das Risiko von Hautschäden, selbst bei Verwendung von Sonnenschutz. Sicherer ist es, die empfohlenen Bräunungszeiten und -pläne einzuhalten, anstatt den Prozess zu beschleunigen.
Bestimmte Körperpartien benötigen besonderen Schutz. Das Gesicht ist beispielsweise empfindlicher und neigt eher zu vorzeitiger Hautalterung als andere Körperteile. Viele verwenden daher Bräunungslotionen fürs Gesicht oder Produkte mit niedrigem Lichtschutzfaktor, die speziell für die Anwendung im Solarium entwickelt wurden. Auch Tattoos sollten geschützt werden, da UV-Strahlung sie mit der Zeit verblassen lassen kann. Ein Tattoo-Schutzstift oder das Abdecken von Tattoos kann helfen, die Farbe zu erhalten.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist Ihr Hauttyp. Menschen mit sehr heller Haut können im Solarium eine Sonnencreme mit niedrigem Lichtschutzfaktor verwenden, um das Risiko von Sonnenbrand zu reduzieren und gleichzeitig eine allmähliche Bräunung zu ermöglichen. Menschen mit dunklerer Haut benötigen möglicherweise keinen Lichtschutzfaktor, sollten aber dennoch feuchtigkeitsspendende Bräunungslotionen verwenden, um ihre Haut gesund zu erhalten.
Nach dem Bräunen ist die Hautpflege genauso wichtig wie der Schutz währenddessen. Feuchtigkeitspflege beugt dem Abschälen der Haut vor und sorgt für eine gleichmäßige und länger anhaltende Bräune. Auch ausreichend Wasser trinken und die Haut mit Feuchtigkeit versorgen, verbessert das Bräunungsergebnis langfristig.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verwendung von herkömmlichem Sonnenschutz im Solarium den Bräunungsprozess verlangsamt. Für empfindliche Hautpartien können jedoch weiterhin schützende Produkte sinnvoll sein. Am besten verwendet man Bräunungslotionen speziell für Solarien, hält die empfohlenen Bräunungszeiten ein und schützt empfindliche Bereiche wie Gesicht, Lippen und Tätowierungen. So erzielt man eine gleichmäßigere Bräune bei gleichzeitig geringerem Risiko von Hautschäden.
