Rotlichttherapie (RLT) ist im Allgemeinen sicher, dennoch sollten manche Menschen sie meiden oder mit Vorsicht anwenden. In diesem Ratgeber behandeln wir folgende Themen:
✅ Wer sollte keine Rotlichttherapie anwenden?
✅ Mögliche Risiken und Nebenwirkungen
✅ Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
✅ Sichere Alternativen
Wer sollte die Rotlichttherapie meiden?
1. Menschen mit Lichtempfindlichkeitsstörungen
- Erkrankungen wie Lupus, Porphyrie oder Ekzeme können sich durch Lichteinwirkung verschlimmern.
- Medikamente, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen (z. B. bestimmte Antibiotika, Akne-Medikamente wie Accutane).
2. Personen mit aktivem Krebs oder Hautkrebs in der Vorgeschichte
- Obwohl einige Studien nahelegen, dass die RLT Krebspatienten helfen kann, ist sie umstritten – konsultieren Sie daher immer zuerst einen Onkologen.
3. Schwangere Frauen
- Es liegen nur begrenzte Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen von RLT während der Schwangerschaft vor – daher sollte man diese vermeiden, es sei denn, ein Arzt hat dies genehmigt.
4. Personen mit Augenerkrankungen (ohne Schutz)
- Netzhauterkrankungen (z. B. Makuladegeneration) können sich durch direkte Exposition verschlimmern.
- Beim Gebrauch von Hochleistungsgeräten ist stets eine Schutzbrille zu tragen.
5. Personen mit Schilddrüsenerkrankungen
- Manche Rotlichtgeräte emittieren Nahinfrarotlicht (NIR), das in seltenen Fällen die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen kann.
6. Personen mit Blutgerinnungsstörungen oder offenen Wunden
- RLT kann die Durchblutung steigern, was für Patienten mit unkontrollierten Blutungen riskant sein kann.
Mögliche Nebenwirkungen der Rotlichttherapie
Obwohl selten, erleben manche Menschen Folgendes:
- Leichte Rötung oder Reizung (in der Regel vorübergehend)
- Kopfschmerzen oder Schwindel (durch Dehydrierung oder Überanstrengung)
- Augenbelastung (wenn keine Schutzbrille getragen wird)
Bei Auftreten schwerwiegender Reaktionen die Anwendung abbrechen und einen Arzt aufsuchen.
Wann Sie vor der Anwendung von RLT einen Arzt konsultieren sollten
✔ Sie haben eine chronische Erkrankung (z. B. eine Autoimmunerkrankung, Epilepsie).
✔ Sie nehmen photosensibilisierende Medikamente ein (fragen Sie Ihren Apotheker).
✔ Sie hatten Hautkrebs oder Vorstufen von Hautkrebs.
✔ Sie sind schwanger oder stillen.
Sichere Alternativen zur Rotlichttherapie
Falls RLT für Sie nicht geeignet ist, sollten Sie Folgendes in Betracht ziehen:
- LED-Lichtmasken (blaues Licht gegen Akne, kein rotes/NIR-Licht)
- Niedrigenergetische Lasertherapie (LLLT) unter ärztlicher Aufsicht
- Natürliches Sonnenlicht (in Maßen) für Vitamin D
Häufig gestellte Fragen: Wer sollte keine Rotlichttherapie anwenden?
Kann Rotlichttherapie Krebs verursachen?
→ Es gibt keine Hinweise darauf, dass RLT Krebs verursacht, aber Personen mit aktivem Krebs sollten vorher einen Arzt konsultieren.
Ist Rotlichttherapie sicher für das Gesicht?
→ Ja, für die meisten Menschen – aber vermeiden Sie es, wenn Sie an schwerer Rosacea leiden oder offene Wunden haben.
Kann ich Rotlichttherapie anwenden, wenn ich Diabetes habe?
→ Im Allgemeinen sicher, aber der Blutzucker sollte überwacht werden, da RLT die Durchblutung verbessern kann.
Hat die Rotlichttherapie Auswirkungen auf Medikamente?
→ Manche Medikamente (wie Tetracyclin-Antibiotika) erhöhen die Lichtempfindlichkeit – fragen Sie Ihren Arzt.
Endgültiges Urteil: Ist Rotlichttherapie sicher für Sie?
- Die meisten Menschen können RLT bei Einhaltung der entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen sicher anwenden.
- Vermeiden Sie dies, wenn Sie Folgendes haben:
- Aktiver Krebs
- Schwere Lichtempfindlichkeit
- Unkontrollierte Schilddrüsenprobleme
- Schwangerschaft (sofern nicht von einem Arzt genehmigt)