Das Prinzip der Gerbung

68 Aufrufe

Wie ist die Haut aufgebaut?

Bei genauerer Betrachtung des Hautaufbaus lassen sich drei deutlich unterscheidbare Schichten erkennen:

1. die Epidermis

2. die Dermis und die

3. Subkutane Schicht.

Die Dermis liegt über der Subkutis und besteht im Wesentlichen aus elastischen Fasern, die diagonal und horizontal miteinander verwoben sind und ihr dadurch große Festigkeit verleihen. In der Dermis enden die Blutgefäße, und auch die Schweiß- und Talgdrüsen sowie die Haarfollikel befinden sich dort.

Die Basalzellschicht befindet sich in der Epidermis am Übergang zur Dermis. Diese Schicht bildet ständig neue Zellen, die dann nach oben wandern, abflachen, verhornen und schließlich abgestoßen werden.

Was ist Bräunung?
Die meisten von uns empfinden Sonnenbaden als etwas sehr Angenehmes. Die Wärme und die Entspannung vermitteln uns ein Gefühl des Wohlbefindens. Aber was genau passiert dabei in der Haut?

Die Sonnenstrahlen treffen auf Melanin-Pigmente in der Epidermis. Diese werden durch die UVA-Strahlen des Lichts dunkel gefärbt. Die Melanin-Pigmente werden von speziellen Zellen, den sogenannten Melanozyten, gebildet, die tiefer in der Haut liegen, und wandern dann mit den umliegenden Zellen an die Oberfläche. Die dunklen Pigmente absorbieren einen Teil der Sonnenstrahlen und schützen so die tieferen Hautschichten.

Die UVB-Strahlung der Sonne dringt tiefer in die Haut ein und wirkt auf die Melanozyten. Diese werden dadurch angeregt, mehr Pigmente zu bilden, wodurch die Grundlage für eine schöne Bräune geschaffen wird. Gleichzeitig bewirken die UVB-Strahlen eine Verdickung der Hornschicht (der Hornhaut). Diese dickere Schicht trägt zum Schutz der Haut bei.

Welche anderen Auswirkungen hat die Sonne außer der Bräunung?

Die wohltuende Wirkung des Sonnenbadens beruht nicht nur auf der erlebten Wärme und Entspannung, sondern auch auf der anregenden Wirkung des hellen Lichts; jeder kennt die gute Laune, die nur ein sonniger Sommertag hervorrufen kann.

Darüber hinaus fördern geringe Dosen von UVB-Strahlung Stoffwechselprozesse und stimulieren die Bildung von Vitamin D3.

Die Sonne bewirkt somit eine Fülle positiver Effekte:

1. eine Steigerung der körperlichen Vitalität
2. die Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte
3. eine Verbesserung der Durchblutungseigenschaften
4. eine Verbesserung der Sauerstoffversorgung des Körpergewebes
5. Vorteilhafter Mineralstoffwechsel durch verbesserte Kalziumversorgung
6. die Vorbeugung von Knochenerkrankungen (z. B. Osteoporose, Osteomalazie)

Sonnenbrand ist ein sicheres Zeichen dafür, dass die Haut übermäßig der Sonne ausgesetzt war und muss daher unbedingt vermieden werden.

Was ist Sonnenlicht?
Licht – und insbesondere Sonnenlicht – ist eine Energiequelle, ohne die Leben undenkbar wäre. Die Physik beschreibt Licht als elektromagnetische Strahlung – ähnlich wie Radiowellen, jedoch mit einer anderen Frequenz. Sonnenlicht besteht aus einer Vielzahl verschiedener Frequenzen, die wir mithilfe eines Prismas als die Farben des Regenbogens sehen können. Das Spektrum endet aber nicht bei Rot und Blau. Nach Rot folgt Infrarot, das wir als Wärme wahrnehmen, und nach Blau und Violett Ultraviolett, die UV-Strahlung, die die Haut bräunt.

Sonnenbaden im Freien oder im Solarium – gibt es da einen Unterschied?
Sonnenlicht, ob aus der Steckdose oder vom Himmel, ist im Grunde dasselbe. Es gibt kein „künstliches Licht“ im eigentlichen Sinne, das sich grundlegend vom Sonnenlicht unterscheidet. Ein großer Vorteil von Solarien ist jedoch, dass die einzelnen Spektralkomponenten präzise auf die Bedürfnisse des Nutzers abgestimmt werden können. Da auf einem Solarium keine Wolken die Sonne abschirmen, lässt sich die Dosis stets exakt bestimmen. Sowohl im Freien als auch im Solarium ist es wichtig, eine Überbelichtung der Haut zu vermeiden.

Bräunen ohne Sonnenbrand – wie funktioniert das?
Die Sonnenstrahlen können neben dem erwünschten Bräunungseffekt auch eine unerwünschte Hautrötung, ein Erythem, hervorrufen.
Die schlimmste Form ist Sonnenbrand. Bei einmaligem Sonnenbaden dauert es tatsächlich länger, bis die Haut braun wird, als bis sie sich rötet.
Trotzdem ist es möglich, eine schöne Bräune zu erzielen, ohne sich zu verbrennen – ganz einfach durch regelmäßiges Sonnenbaden. Der Grund dafür ist, dass der Körper die anfängliche Hautrötung relativ schnell abbaut, während sich die Bräune durch wiederholte Sonneneinstrahlung stetig aufbaut.

Auf der Sonnenbank ist die genaue Intensität des UV-Lichts bekannt. Daher kann der Bräunungsplan so angepasst werden, dass die Person aufhört, bevor ein Sonnenbrand entsteht, und durch wiederholte Bestrahlung eine schöne Bräune aufgebaut wird.

Hinterlasse eine Antwort