Rotlichttherapie vs. Hörverlust

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Licht im roten und nahinfraroten Bereich des Spektrums beschleunigt die Heilung aller Zellen und Gewebe. Dies geschieht unter anderem durch seine starke antioxidative Wirkung. Zudem hemmt es die Stickoxidproduktion.

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Können rotes und nahinfrarotes Licht Hörverlust verhindern oder rückgängig machen?

In einer Studie aus dem Jahr 2016 bestrahlten Forscher Hörzellen in vitro mit Nahinfrarotlicht, bevor sie diese durch die Exposition gegenüber verschiedenen Giften oxidativem Stress aussetzten. Nach der Behandlung der vorbehandelten Zellen mit Chemotherapeutika und Endotoxin stellten die Forscher fest, dass das Licht den mitochondrialen Stoffwechsel und die oxidative Stressreaktion bis zu 24 Stunden nach der Behandlung veränderte.

„Wir berichten über eine Verringerung der Entzündungszytokine und des Stressniveaus durch die Anwendung von NIR auf HEI-OC1-Hörzellen vor der Behandlung mit Gentamicin oder Lipopolysaccharid“, schrieben die Studienautoren.

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass eine Vorbehandlung mit Nahinfrarotlicht die mit erhöhten reaktiven Sauerstoffspezies und Stickstoffmonoxid verbundenen proinflammatorischen Marker reduzierte.

Die Gabe von Nahinfrarotlicht vor einer chemischen Vergiftung kann die Freisetzung von Faktoren verhindern, die zu Hörverlust führen.

Studie Nr. 1: Kann rotes Licht Hörverlust rückgängig machen?
Die Wirkung von Nahinfrarotlicht auf Hörverlust nach Chemotherapievergiftung wurde untersucht. Das Hörvermögen wurde nach der Gentamicin-Gabe und erneut nach 10 Tagen Lichttherapie beurteilt.

Auf rasterelektronenmikroskopischen Aufnahmen zeigte sich, dass die LLLT die Anzahl der Haarzellen in den mittleren und basalen Windungen signifikant erhöhte. Das Hörvermögen verbesserte sich durch die Laserbestrahlung signifikant. Nach der LLLT-Behandlung verbesserten sich sowohl die Hörschwelle als auch die Haarzellzahl signifikant.

Nahinfrarotlicht, das nach einer chemischen Vergiftung verabreicht wird, kann bei Mäusen die Haarzellen der Cochlea nachwachsen lassen und das Hörvermögen wiederherstellen.

Studie Nr. 2: Kann rotes Licht Hörverlust rückgängig machen?
In dieser Studie wurden Ratten beidseitig intensivem Lärm ausgesetzt. Anschließend wurde ihr rechtes Ohr fünf Tage lang täglich 30 Minuten lang mit Nahinfrarotlicht bestrahlt.

Die Messung der auditorisch evozierten Hirnstammreaktion zeigte eine beschleunigte Erholung der Hörfunktion in den mit LLLT behandelten Gruppen im Vergleich zur unbehandelten Gruppe an den Tagen 2, 4, 7 und 14 nach der Lärmexposition. Morphologische Untersuchungen ergaben zudem eine signifikant höhere Überlebensrate der äußeren Haarzellen in den LLLT-Gruppen.

Auf der Suche nach Indikatoren für oxidativen Stress und Apoptose in unbehandelten und behandelten Zellen stellten die Forscher fest: „In den Innenohrgeweben der unbehandelten Gruppe wurden starke Immunreaktionen beobachtet, während diese Signale in der LLLT-Gruppe bei einer Leistungsdichte von 165 mW/cm(2) abnahmen.“

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die LLLT zellschützende Wirkungen gegen lärmbedingten Hörverlust durch die Hemmung der iNOS-Expression und der Apoptose besitzt.“

Studie Nr. 3: Kann rotes Licht Hörverlust rückgängig machen?
In einer Studie aus dem Jahr 2012 wurden neun Ratten lautem Lärm ausgesetzt und die Wirkung von Nahinfrarotlicht auf die Hörwiederherstellung untersucht. Am Tag nach der Lärmexposition wurden die linken Ohren der Ratten zwölf Tage lang jeweils 60 Minuten lang mit Nahinfrarotlicht behandelt. Die rechten Ohren blieben unbehandelt und dienten als Kontrollgruppe.

Nach der zwölften Bestrahlung war die Hörschwelle im linken Ohr signifikant niedriger als im rechten. Bei der Untersuchung mit einem Elektronenmikroskop zeigte sich, dass die Anzahl der Haarzellen im Gehörgang in den behandelten Ohren signifikant höher war als in den unbehandelten Ohren.

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Laserbestrahlung niedriger Intensität die Erholung der Hörschwelle nach einem akuten akustischen Trauma fördert.“

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