In diesem Artikel werden wir die Studien zu Rotlicht und Pilzinfektionen (auch bekannt als Candida, Hefepilzinfektion, Mykose, Soor, Candidiasis usw.) sowie verwandten Erkrankungen wie Scheidenpilz, Leistenpilz, Balanitis, Nagelpilz, Mundsoor, Ringelflechte, Fußpilz usw. untersuchen. Hat Rotlicht Potenzial für diesen Zweck?
Einführung
Es ist erstaunlich, wie viele von uns wöchentlich oder monatlich unter chronischen Infektionen leiden. Manche mögen dies als unvermeidlich hinnehmen, doch solche Entzündungen sind nicht normal und müssen behandelt werden.
Wiederkehrende Infektionen versetzen die Haut in einen Zustand ständiger Entzündung. In diesem Zustand bildet der Körper Narbengewebe anstatt gesundes Gewebe zur Heilung zu nutzen. Dies beeinträchtigt die Funktion eines Körperteils dauerhaft, was insbesondere im Genitalbereich ein gravierendes Problem darstellt.
Wo auch immer und wo auch immer am Körper man für diese Probleme anfällig sein mag, es ist wahrscheinlich, dass die Rotlichttherapie bereits untersucht wurde.
Warum genau ist rotes Licht im Zusammenhang mit Infektionen von Interesse?
Hier sind einige Möglichkeiten, wie Lichttherapie helfen könnte:
Reduziert rotes Licht Entzündungen?
Rötung, Wundsein, Juckreiz und Schmerzen sind typische Symptome von Infektionen, da das Immunsystem versucht, sich gegen aggressive Mikroorganismen zu verteidigen. Die Belastung des umliegenden Gewebes durch diese Reaktion trägt zu verstärkten Entzündungen bei, was wiederum das Pilzwachstum begünstigt. Viele Medikamente und Cremes zur Behandlung von Infektionen enthalten entzündungshemmende Wirkstoffe wie Hydrocortison. Diese können dem Körper helfen, mit der Belastung umzugehen, doch manche argumentieren, dass sie das eigentliche Problem nur verschleiern.
Einige Studien zu Rotlicht lassen den Schluss zu, dass es dem Körper möglicherweise helfen kann, die metabolischen Ursachen von Entzündungen zu bekämpfen, indem es den Zellen ermöglicht, durch die normale Zellatmung mehr ATP und CO₂ zu produzieren. Diese Stoffwechselprodukte sollen eine nahezu identische Wirkung wie entzündungshemmende Substanzen haben, indem sie die Prostaglandinsynthese (Prostaglandine sind ein wichtiger Mediator der Entzündungsreaktion) hemmen und die Freisetzung verschiedener entzündungsfördernder Zytokine unterbinden.
Manche glauben, Entzündungen seien ein notwendiger Bestandteil der Heilungsreaktion bei Infektionen oder Verletzungen. Tatsächlich sollten sie aber als Symptom einer Fehlfunktion des Körpers betrachtet werden. Dies zeigt sich beispielsweise daran, dass bei den meisten Tieren im Fötus eine Verletzung normalerweise ohne jegliche Entzündung abheilt und selbst in der Kindheit Entzündungen minimal sind und schnell wieder verschwinden. Erst mit zunehmendem Alter und nachlassender Zellfunktion nehmen Entzündungen zu und werden zu einem Problem.
Schadet Lichttherapie Hefen und Bakterien?
Das Interesse an Rotlichttherapie bei Infektionen liegt vermutlich vor allem darin begründet, dass Rotlicht bei manchen Organismen die Pilz- oder Bakterienzellen direkt zerstören kann. Studien zeigen einen dosisabhängigen Effekt, daher ist die richtige Bestrahlungsdauer entscheidend. Höhere Dosen und längere Bestrahlungszeiten scheinen in den bisherigen Studien Candida effektiver zu eliminieren. Niedrige Dosen hemmen hingegen lediglich das Hefewachstum.
Pilzbehandlungen mit Rotlicht beinhalten üblicherweise auch einen Photosensibilisator – eine Kombinationstherapie, die als photodynamische Therapie bekannt ist. Die Zugabe von Photosensibilisatoren wie Methylenblau verstärkt zwar die fungizide Wirkung von Rotlicht, doch zeigt Rotlicht allein in einigen Studien ebenfalls eine Wirkung. Dies könnte dadurch erklärt werden, dass die Mikroorganismen bereits eigene endogene Photosensibilisatoren besitzen, die in menschlichen Zellen fehlen. Das rote oder infrarote Licht interagiert vermutlich mit diesen Substanzen in den Pilzzellen und löst so eine zerstörerische Kettenreaktion aus, die die Pilze schließlich abtötet.
Ungeachtet des genauen Wirkmechanismus wird die Rotlichttherapie allein bei Infektionen durch eine Vielzahl von Pilzen und Bakterien untersucht. Der Vorteil der Rotlichttherapie liegt darin, dass die Mikroorganismen zwar potenziell abgetötet oder gehemmt werden, gleichzeitig aber die körpereigenen Hautzellen mehr Energie und CO₂ produzieren, wodurch Entzündungen reduziert werden können.
Wie Sie wiederkehrende und chronische Hefepilzinfektionen behandeln können?
Viele Menschen leiden unter Rückfällen und wiederkehrenden Infektionen, daher ist eine langfristige Lösung entscheidend. Die beiden oben genannten potenziellen Wirkungen von Rotlicht (Heilung ohne Entzündung und Desinfektion der Haut von schädlichen Mikroorganismen) können zu einem Folgeeffekt führen – gesünderer Haut und besserer Widerstandsfähigkeit gegen zukünftige Infektionen.
Geringe Mengen an Candida/Hefepilzen sind ein normaler Bestandteil unserer Hautflora und verursachen normalerweise keine negativen Auswirkungen. Leichte Entzündungen (unabhängig von der Ursache) fördern jedoch gezielt das Wachstum dieser Hefepilze, was wiederum zu verstärkten Entzündungen führt – ein klassischer Teufelskreis. Die geringfügige Entzündung kann sich schnell zu einer ausgewachsenen Infektion ausweiten.
Dies kann hormonellen, physikalischen, chemischen, allergiebedingten oder verschiedenen anderen Ursachen zutreffen – viele Dinge beeinflussen Entzündungen.
Studien haben die Wirksamkeit von Rotlicht bei der direkten Behandlung wiederkehrender Pilzinfektionen untersucht. Es wird angenommen, dass die Anwendung von Rotlicht bei ersten Anzeichen einer Infektion die beste Methode ist, um diese im Keim zu ersticken. Einige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die konsequente Anwendung von Rotlicht über Wochen und Monate hinweg, um die Pilzinfektion bzw. Entzündung vollständig zu verhindern (und so der Haut eine vollständige Heilung und der Normalisierung der Hautflora zu ermöglichen), die ideale Langzeitlösung darstellen könnte. Die Haut in häufig betroffenen Bereichen benötigt mehrere Wochen ohne Entzündungen, um vollständig zu heilen. Mit der Wiederherstellung der natürlichen Hautstruktur wird die Widerstandsfähigkeit gegen Entzündungen und zukünftige Infektionen deutlich verbessert.
Welche Art von Lampe benötige ich?
Nahezu alle Studien auf diesem Gebiet verwenden rotes Licht, am häufigsten im Bereich von 660–685 nm. Es gibt auch einige Studien, die Infrarotlicht mit Wellenlängen von 780 nm und 830 nm verwenden und nahezu identische Ergebnisse pro angewendeter Dosis zeigen.
Die Dosis der eingesetzten roten oder infraroten Energie scheint der Hauptfaktor für die Ergebnisse zu sein, nicht die Wellenlänge. Untersucht wird jede Wellenlänge zwischen 600 und 900 nm.
Auf Grundlage der verfügbaren Daten scheint es angemessen verwendet worden zu sein.Rotes Licht hat eine etwas stärkere entzündungshemmende Wirkung.Infrarotlicht kann eine etwas stärkere fungizide Wirkung haben. Die Unterschiede sind jedoch gering und nicht aussagekräftig. Beide Lichtarten haben eine starke entzündungshemmende und fungizide Wirkung. Beide Wirkungen sind gleichermaßen wichtig für die Heilung von Pilzinfektionen.
Infrarotlicht hat eine bessere Eindringtiefe als rotes Licht, was im Hinblick auf tiefer liegende Pilzinfektionen in der Vagina oder im Mund von Bedeutung ist.Rotes Licht kann Candida-Kolonien tiefer im Inneren der Vagina möglicherweise nicht erreichen, Infrarotlicht hingegen schon. Rotes Licht scheint für alle anderen Formen von Pilzinfektionen der Haut interessant zu sein.
Wie benutzt man es?
Eine Erkenntnis aus den wissenschaftlichen Daten ist, dass verschiedene Studien darauf hinweisen, dass höhere Lichtdosen bei der Bekämpfung von Pilzinfektionen hilfreich sind. Längere Belichtungszeiten und eine engere Bestrahlung führen demnach zu besseren Ergebnissen. Da die Pilzzellen direkt Entzündungen verursachen, ist es theoretisch möglich, dass höhere Dosen von Rotlicht die Entzündung besser lindern als niedrige Dosen.
Zusammenfassung
Lichttherapiewird hinsichtlich der Kurz- und Langzeitbehandlung von Pilzinfektionen untersucht.
Rotes und infrarotes Lichtwerden beide untersucht.
Die Pilze werden durch einen lichtempfindlichen Mechanismus abgetötet, der in menschlichen Zellen nicht vorhanden ist.
In verschiedenen Studien wird die Entzündung reduziert.
Lichttherapiekönnte als Präventivmaßnahme eingesetzt werden.
Höhere Lichtdosen scheinen notwendig zu sein.
