Wie sich die Rotlichttherapie auf die saisonale affektive Störung (SAD) auswirkt

14 Aufrufe

Was ist eine saisonale affektive Störung?
Die saisonale affektive Störung (SAD) ist eine Form der Depression, die einem saisonalen Muster folgt und üblicherweise im Spätherbst und Winter auftritt, wenn die Sonneneinstrahlung abnimmt. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

Energielosigkeit oder Müdigkeit

Konzentrationsschwierigkeiten

Verschlafen

Stimmungsschwankungen oder Reizbarkeit

Gewichtszunahme und Heißhunger auf Kohlenhydrate

Gefühle von Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit

Die saisonale affektive Störung (SAD) ist eng mit Störungen des zirkadianen Rhythmus und einem reduzierten Serotonin- und Melatoninspiegel verbunden, die alle durch Lichteinwirkung beeinflusst werden.

Die Rolle des Lichts bei der saisonalen Depression – und wo rotes Licht seinen Platz hat
Die traditionelle Lichttherapie bei saisonaler Depression (SAD) besteht darin, vor einer 10.000 Lux starken weißen Lichtlampe zu sitzen, die Sonnenlicht imitiert und die innere Uhr des Körpers zurücksetzt. Die Rotlichttherapie wirkt jedoch etwas anders.

Bei der Rotlichttherapie werden niedrigdosiertes rotes Licht (630–660 nm) und nahinfrarotes Licht (810–850 nm) eingesetzt, um die Zellen auf mitochondrialer Ebene zu stimulieren und so positive biologische Effekte ohne die grelle Blendwirkung von hellem weißen Licht auszulösen.

Wie Rotlichttherapie bei saisonaler Depression hilft
✅ 1. Stellt den zirkadianen Rhythmus wieder her
Rotes und nahinfrarotes Licht kann, wenn es morgens oder am frühen Abend angewendet wird, dazu beitragen, die innere Uhr des Körpers wieder in Einklang zu bringen, die bei Menschen mit saisonaler Depression häufig gestört ist. Dies führt zu einem verbesserten Schlaf und einer besseren Stimmungsregulation.

✅ 2. Fördert die Mitochondrienfunktion
Durch die Anregung der Energieproduktion (ATP) in den Gehirnzellen trägt die Rotlichttherapie zur Unterstützung der geistigen Klarheit, der emotionalen Stabilität und der allgemeinen kognitiven Gesundheit bei – allesamt Faktoren, die bei depressiven Episoden negativ beeinflusst werden.

✅ 3. Reguliert Melatonin und Serotonin
Die Rotlichttherapie kann dazu beitragen, den Melatoninspiegel, das Hormon, das den Schlaf reguliert, auszugleichen und gleichzeitig indirekt die Serotoninproduktion zu unterstützen – die „Wohlfühlchemikalie“, die mit Stimmung und Glück in Verbindung gebracht wird.

✅ 4. Reduziert Entzündungen im Gehirn
Studien zeigen, dass rotes und nahinfrarotes Licht Neuroinflammationen reduzieren kann, einen möglichen Faktor bei Depressionen und Stimmungsstörungen.

✅ 5. Sicher und beruhigend
Im Gegensatz zur Weißlichttherapie ist die Rotlichttherapie schonender für die Augen und daher eine angenehmere Option für empfindliche Anwender. Sie enthält außerdem keine blauen Lichtwellen, die bei zu später Anwendung zu Überstimulation führen oder den Schlaf stören können.

Was sagen die Forschungsergebnisse?
Während die Weißlichttherapie bei saisonaler Depression häufiger untersucht wird, nimmt die Forschung zur Photobiomodulation (Lichttherapie mit rotem und nahinfrarotem Licht) zu:

Eine in der Fachzeitschrift „Behavioral and Brain Functions“ veröffentlichte Studie ergab, dass Nahinfrarotlicht die Symptome einer schweren depressiven Störung signifikant verbesserte, was auch für die saisonale affektive Störung (SAD) vielversprechend erscheint.

Klinische Studien weisen darauf hin, dass rotes/NIR-Licht die Stimmung modulieren und die Hirndurchblutung steigern kann, wodurch antidepressivaähnliche Effekte ohne Nebenwirkungen erzielt werden.

Wie man Rotlichttherapie bei saisonaler Depression anwendet
Zeitpunkt: Morgens anwenden, um den zirkadianen Rhythmus wiederherzustellen.

Sitzungsdauer: 15–20 Minuten

Häufigkeit: 5–7 Tage pro Woche während der Herbst-/Wintermonate

Geräte: Wählen Sie ein Rotlichtpanel oder eine Lampe mit Wellenlängen von 630–850 nm.

Position: Sitzen Sie etwa 15–45 cm entfernt und zielen Sie auf Gesicht oder Stirn, um kognitive Effekte zu erzielen.

Profi-Tipp: Integrieren Sie es in Ihre entspannende Morgenroutine mit leichten Bewegungen, Tagebuchschreiben oder Meditation.

Ist Rotlichttherapie ein Ersatz für Weißlichtlampen?
Rotlichttherapie ist derzeit keine Erstlinienbehandlung bei saisonaler Depression, kann aber eine hervorragende ergänzende oder alternative Option darstellen, insbesondere für diejenigen, denen die herkömmliche helle Lichttherapie unangenehm ist oder nicht wirkt. Bei starken Symptomen sollten Sie immer einen Arzt konsultieren.

Schlussbetrachtung
Die Rotlichttherapie erweist sich als vielversprechendes Mittel zur Behandlung der saisonalen affektiven Störung. Durch die Unterstützung der Gehirngesundheit, die Harmonisierung des Hormonhaushalts und die Harmonisierung des Schlaf-Wach-Rhythmus bietet sie eine sanfte, wissenschaftlich fundierte Methode, die Stimmung zu heben und neue Energie zu tanken – selbst in den dunkelsten Monaten des Jahres.

Hinterlasse eine Antwort