Solarien sind seit Jahrzehnten eine beliebte Methode, um eine sonnengeküsste Haut zu bekommen, aber wie genau funktionieren sie? In diesem Artikel gehen wir der Wissenschaft hinter Solarien, ihren Auswirkungen auf die Haut und sichereren Alternativen für einen gebräunten Teint auf den Grund.
1. Die Wissenschaft hinter Solarien
Solarien nutzen künstliche ultraviolette (UV-)Strahlung, um die Wirkung der Sonne nachzuahmen. So bräunen sie Ihre Haut:
Hauptkomponenten:
- UV-Lampen: Sie emittieren UVA- (95%) und UVB-Strahlen (5%), ähnlich dem Sonnenlicht.
- Acrylglas: Filtert einen Teil der UVB-Strahlung, um das Verbrennungsrisiko zu verringern.
- Timer-System: Begrenzt die Expositionszeit (typischerweise 5–20 Minuten pro Sitzung).
Wie der Bräunungsprozess abläuft:
- UV-Strahlung → Die Haut erkennt Schäden.
- Melaninproduktion → Der Körper setzt mehr Melanin (ein Pigment) frei, um sich selbst zu schützen.
- Hautverdunkelung → Ergebnisse sind innerhalb von Stunden bis Tagen sichtbar.
UVA- vs. UVB-Strahlen:
- UVA-Strahlung dringt tief ein und verursacht langfristige Hautalterung (Falten, Sonnenflecken).
- UVB-Strahlung beeinträchtigt die äußere Hautschicht und erhöht so das Risiko von Sonnenbrand und Hautkrebs.
2. Arten von Solarien
| Typ | So funktioniert es | Am besten geeignet für | Sitzungszeit |
|---|---|---|---|
| Niederdruck | Hauptsächlich UVA-Strahlung, sanfte, aber langsamere Bräune | Anfänger | 10–20 Minuten |
| Hochdruck | Stärkere UVA-Strahlung, schnellere Ergebnisse | Erfahrene Bräunungsstudios | 5–15 Minuten |
| Stand-Up | Kein Körperkontakt, auch keine Bräune | Vermeidung von Bettabdrücken | 8–12 Minuten |
3. Gesundheitsrisiken von Solarien
Warum Experten davor warnen:
- Hautkrebs → 75 % höheres Melanomrisiko bei regelmäßiger Anwendung (WER).
- Vorzeitige Hautalterung → UVA-Strahlung baut Kollagen ab und verursacht so Falten.
- Augenschäden → Hornhautverbrennungen oder Katarakte ohne Schutzbrille.
- Suchtrisiko → Bei einigen Nutzern entwickelt sich eine Tanorexie (zwanghaftes Bräunen).
In vielen Ländern (z. B. Großbritannien, Australien, Brasilien) für Minderjährige verboten.
4. Sicherere Alternativen zu Solarien
Wenn Sie eine Bräune ohne UV-Schäden wünschen, versuchen Sie Folgendes:
√ Selbstbräunungslotionen (auf DHA-Basis, hält ca. 1 Woche).
√ Spray-Tanning (Professionelle Anwendung, sofortige Bräune).
√ Bronzing-Make-up (vorübergehend, keine Verpflichtung).
√ Rotlichttherapie (ohne UV-Strahlung, fördert die Hautgesundheit).
5. Fazit
Solarien regen die Melaninproduktion durch UV-Strahlung an, bergen aber ernsthafte Risiken wie Krebs und vorzeitige Hautalterung. Für eine sicherere Bräune greifen Sie lieber zu Selbstbräunern oder Spray-Tanning.
Wussten Sie schon? Schon eine einzige Solariumbesuch vor dem 35. Lebensjahr erhöht das Melanomrisiko um 59 % (Amerikanische Akademie für Dermatologie).