Wie funktionieren Solarien?

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Solarien, auch Sonnenbänke genannt, sind künstliche Geräte, die die Wirkung von Sonnenlicht auf die Haut simulieren – insbesondere, um eine Bräunung zu erzielen. Sie sind in Kosmetikstudios und Spas beliebt, aber wie genau verleihen diese Geräte der Haut diesen bronzenen Teint? Hier erklären wir Ihnen, wie Solarien funktionieren und was bei der Benutzung mit Ihrer Haut passiert.

Die Wissenschaft hinter dem Bräunen
Bräunung ist der natürliche Schutzmechanismus der Haut gegen UV-Strahlung. Wenn die Haut UV-Strahlen ausgesetzt ist, produziert sie Melanin, ein Pigment, das die Haut dunkler färbt, um tiefer liegende Hautschichten vor DNA-Schäden zu schützen.

Solarien ahmen diesen Prozess mithilfe von künstlichem UV-Licht nach, hauptsächlich UVA und manchmal UVB, um die Melaninproduktion anzuregen und eine Bräune zu erzeugen.

Welche Art von Licht wird in Solarien verwendet?
Solarien emittieren ultraviolette (UV-)Strahlung, ähnlich der Sonne, jedoch in einer kontrollierten Umgebung.

Es gibt zwei Hauptarten von UV-Strahlung:

Typ Beschreibung Wirkung auf die Haut
UVA-Strahlung mit längerer Wellenlänge dringt tiefer in die Haut ein und verursacht Bräunung und Hautalterung.
UVB-Strahlung mit kürzerer Wellenlänge wirkt auf die äußere Hautschicht, die für Sonnenbrand und die Vitamin-D-Produktion verantwortlich ist.

Die meisten modernen Solarien nutzen hauptsächlich UVA-Strahlen, die die Haut zwar schneller bräunen, aber auch mit vorzeitiger Hautalterung und Hautkrebs in Verbindung gebracht werden.

Wie ein Solarium funktioniert – Schritt für Schritt
Der Benutzer liegt im Bett (entweder in einer horizontalen oder vertikalen Ausführung) und trägt typischerweise eine Schutzbrille.

Hochleistungs-Leuchtstoffröhren emittieren UV-Strahlung.

Die Belichtung dauert in der Regel zwischen 5 und 20 Minuten, abhängig vom Hauttyp und der Leistung des Geräts.

UV-Strahlen dringen in die Haut ein und regen die Melaninproduktion an, was innerhalb der nächsten 24–48 Stunden zu einer Bräunung führt.

Risiken im Zusammenhang mit Solarien
Auch wenn der Vorgang einfach klingt, birgt er erhebliche Gesundheitsrisiken:

Hautkrebs (Melanom, Plattenepithelkarzinom, Basalzellkarzinom)

Vorzeitige Hautalterung (Falten, ledrige Hautstruktur, Sonnenflecken)

Augenschäden (Katarakte, Netzhautverbrennungen, wenn keine geeignete Schutzbrille getragen wird)

Immunsuppression

Die Weltgesundheitsorganisation stuft Solarien als Karzinogene der Gruppe 1 ein, was bedeutet, dass sie nachweislich Krebs beim Menschen verursachen.

Sicherere Alternativen
Wer sich eine sonnengeküsste Bräune ohne die damit verbundenen Risiken wünscht, sollte folgende Optionen in Betracht ziehen:

Selbstbräunungslotionen oder -sprays

Airbrush-Bräunung

Bronzer und getönte Feuchtigkeitscremes

Diese Produkte enthalten keine UV-Strahlung und sind daher weitaus sicherer für Ihre Haut.

Abschluss
Solarien funktionieren, indem sie mit UV-Strahlung die Melaninproduktion anregen und so den natürlichen Bräunungsprozess der Sonne nachahmen. Die Risiken – insbesondere Hautkrebs und vorzeitige Hautalterung – sind jedoch gravierend und gut dokumentiert. Solarien mögen zwar schnelle kosmetische Ergebnisse liefern, doch die langfristigen gesundheitlichen Folgen machen sicherere Alternativen zur klügeren Wahl.

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