Narben entstehen im Rahmen des natürlichen Heilungsprozesses des Körpers nach Verletzungen, Operationen, Akne oder Verbrennungen. Obwohl Narben in der Regel harmlos sind, suchen viele Menschen nach Möglichkeiten, ihr Erscheinungsbild zu verbessern, die Hautstruktur zu verfeinern und ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen – ohne invasive Eingriffe.
Rotlichttherapie erfreut sich als nicht-invasive Hautpflegetechnologie zunehmender Beliebtheit. Doch kann Rotlichttherapie auch bei Narben helfen? Wir untersuchen, wie sie wirkt, was die Forschung nahelegt und für welche Narbentypen sie am besten geeignet ist.
Was ist Rotlichttherapie?
Die Rotlichttherapie, auch Photobiomodulation genannt, nutzt schwaches rotes und nahinfrarotes Licht – typischerweise zwischen 630 nm und 880 nm –, um die Zellaktivität in der Haut anzuregen.
Im Gegensatz zu Laserbehandlungen oder UV-Licht schädigt die Rotlichttherapie die Haut nicht. Stattdessen wirkt sie auf zellulärer Ebene, um die Gewebereparatur, die Kollagenproduktion und die Entzündungshemmung zu unterstützen.
Wie Rotlichttherapie zur Narbenreduzierung beitragen kann
Die Rotlichttherapie kann Narben zwar nicht vollständig entfernen, aber sie kann deren Erscheinungsbild in mehrfacher Hinsicht verbessern:
1. Unterstützt die Kollagenproduktion
Narben entstehen häufig durch unregelmäßige Kollagenstrukturen. Rotlichttherapie kann die Fibroblastenaktivität anregen und so im Laufe der Zeit zu einer geordneteren Kollagenremodellierung beitragen.
2. Verbessert Hautstruktur und Elastizität
Durch die Förderung des Zellumsatzes und der Geweberegeneration kann die Rotlichttherapie dazu beitragen, dass Narben glatter und weniger starr aussehen.
3. Reduziert Rötungen und Entzündungen
Viele Narben – insbesondere neuere oder Operationsnarben – bleiben aufgrund anhaltender Entzündungen gerötet. Rotlichttherapie kann helfen, Entzündungsreaktionen zu lindern und den Hautton auszugleichen.
4. Fördert die Durchblutung
Eine verbesserte Mikrozirkulation versorgt das Narbengewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen und unterstützt so die fortlaufende Heilung und Hauterneuerung.
Arten von Narben, die von Vorteil sein können
Rotlichttherapie kann hilfreich sein bei:
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Operationsnarben
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Aknenarben (insbesondere flache oder atrophische Narben)
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Dehnungsstreifen
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Narben nach Verletzungen
Hypertrophische Narben und Keloide können unterschiedlich reagieren, daher wird für diese Narbentypen eine professionelle Beratung empfohlen.
Was sagen die Forschungsergebnisse?
Wissenschaftliche Studien zur Photobiomodulation deuten auf positive Effekte auf die Wundheilung, die Reduktion von Entzündungen und die Kollagensynthese hin. Einige klinische Befunde legen nahe, dass rotes und nahinfrarotes Licht bei regelmäßiger Anwendung die Narbenstruktur, -farbe und das allgemeine Hautbild verbessern kann.
Die Ergebnisse variieren jedoch je nach Narbenalter, -tiefe, Hauttyp und Behandlungskonstanz. Die Rotlichttherapie sollte als eineunterstützender, langfristiger Ansatz, keine einmalige Lösung.
Wie man Rotlichttherapie zur Narbenbehandlung anwendet
Die Rotlichttherapie kann mithilfe von gezielten Geräten, Paneelen oder professionellen Rotlichttherapieliegen angewendet werden.
Allgemeine, auf Wohlbefinden ausgerichtete Richtlinien umfassen:
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Wellenlängen:630–660 nm (rot) und 830–850 nm (nahes Infrarot)
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Sitzungsdauer:10–20 Minuten pro Bereich
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Frequenz:3–5 Mal pro Woche
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Anwendungsbereich:Saubere Haut, die direkt dem Licht ausgesetzt ist
Für eine sichtbare Verbesserung ist oft eine konsequente Anwendung über mehrere Wochen oder Monate erforderlich.
Sicherheit und Überlegungen
Die Rotlichttherapie ist im Allgemeinen sicher und nicht-invasiv. Wichtige Aspekte sind:
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Die Ergebnisse variieren je nach Reifegrad und Tiefe der Narbe.
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Die Anwendung auf offenen Wunden ist zu vermeiden, es sei denn, sie wird von einem Arzt oder einer Ärztin empfohlen.
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Für optimale Ergebnisse kombinieren Sie dies mit einer von Dermatologen empfohlenen Narbenpflege.
Bei Bedenken hinsichtlich ungewöhnlicher Narbenbildung oder Hautempfindlichkeit sollten Sie sich stets an einen Fachmann wenden.
Schlussbetrachtung
Kann Rotlichttherapie also bei Narben helfen? Sie entfernt Narben zwar nicht vollständig, kann aber dennoch hilfreich sein.Rötungen reduzieren, die Hautstruktur verbessern, die Kollagenneubildung unterstützen und das gesamte Hautbild optimierenim Laufe der Zeit.
Für Menschen, die eine sanfte, nicht-invasive Option zur Unterstützung der Narbenheilung und Hautverjüngung suchen, kann die Rotlichttherapie eine wertvolle Ergänzung zu einer umfassenden Hautpflege-Routine sein.
Häufig gestellte Fragen
F: Wie lange dauert es, bis Ergebnisse bei Narben sichtbar sind?
A: Viele Anwender bemerken nach 4–8 Wochen konsequenter Anwendung eine allmähliche Besserung, die sich über mehrere Monate fortsetzt.
F: Hilft Rotlichttherapie bei alten Narben?
A: Ältere Narben können sich zwar noch verbessern, die Ergebnisse sind jedoch im Vergleich zu neueren Narben in der Regel langsamer.
F: Kann Rotlichttherapie die Laserbehandlung von Narben ersetzen?
A: Nein. Es handelt sich um eine schonendere Alternative, die medizinische oder kosmetische Eingriffe ergänzen, aber nicht ersetzen kann.