Kann Rotlichttherapie bei Psoriasis helfen? Vorteile, Forschungsergebnisse und sichere Anwendung

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Psoriasis ist eine chronische Autoimmunerkrankung der Haut, die durch rote, schuppige Hautstellen, Juckreiz und Entzündungen gekennzeichnet ist. Sie entsteht durch eine zu schnelle Vermehrung der Hautzellen, was zur Bildung von Plaques auf der Hautoberfläche führt. Obwohl Psoriasis nicht heilbar ist, suchen viele Betroffene nach alternativen, nicht-medikamentösen Therapien, um die Symptome zu lindern und das Hautgefühl zu verbessern.

Ein Ansatz, der zunehmend Beachtung findet, ist die Rotlichttherapie. Doch kann Rotlichttherapie bei Psoriasis helfen? Wir wollen untersuchen, wie sie wirkt, was die Forschung nahelegt und wie sie sicher angewendet werden kann.


Was ist Rotlichttherapie?

Die Rotlichttherapie – auch Photobiomodulation genannt – nutzt rotes und nahinfrarotes Licht niedriger Intensität, typischerweise im Bereich zwischen 630 nm und 880 nm, um die Zellaktivität anzuregen.

Im Gegensatz zur UV-basierten Phototherapie, die häufig bei der Psoriasis-Behandlung eingesetzt wird, bewirkt die Rotlichttherapie Folgendes:nichtEs schädigt die Haut nicht und verursacht keine Verbrennungen. Stattdessen wirkt es auf zellulärer Ebene, um die Hautregeneration, die Regulierung von Entzündungen und die allgemeine Hautgesundheit zu unterstützen.


Wie Rotlichttherapie bei Psoriasis helfen kann

Obwohl die Rotlichttherapie keine Heilung bewirkt, deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass sie die Behandlung von Psoriasis auf verschiedene Weise unterstützen kann:

1. Hilft, Hautentzündungen zu reduzieren

Psoriasis ist eine chronische Entzündung, die durch eine Fehlregulation des Immunsystems verursacht wird. Rotlichttherapie kann nachweislich Entzündungsprozesse modulieren und oxidativen Stress reduzieren, wodurch Rötungen und Schwellungen gelindert werden können.

2. Unterstützt die Hautzellreparatur und das Hautgleichgewicht.

Die Rotlichttherapie kann die mitochondriale Aktivität und die ATP-Produktion anregen und so die normale Funktion der Hautzellen sowie Reparaturprozesse unterstützen, die bei Psoriasis gestört sein können.

3. Kann die Hautbarrierefunktion verbessern

Durch die Unterstützung der Kollagenproduktion und der Geweberegeneration kann die Rotlichttherapie dazu beitragen, die Hautbarriere zu stärken und Trockenheit, Risse und Beschwerden zu reduzieren.

4. Sanfte und UV-freie Bestrahlung

Im Gegensatz zur UV-Phototherapie erhöht rotes Licht nicht das Risiko von Hautverbrennungen oder UV-bedingten Hautschäden, wodurch es sich für die langfristige unterstützende Anwendung eignet.


Was sagen die Forschungsergebnisse?

Klinische und Laborstudien zur Photobiomodulation deuten auf positive Effekte bei entzündlichen Hauterkrankungen, Wundheilung und Immunmodulation hin. Einige kleinere Studien und Fallberichte legen nahe, dass rotes und nahinfrarotes Licht die Plaquedicke, Rötung und den Juckreiz bei Psoriasis-Patienten reduzieren kann.

Allerdings sind groß angelegte klinische Studien noch immer begrenzt. Die Rotlichttherapie sollte als einekomplementärer Wellness-Ansatz, ist kein Ersatz für vom Dermatologen verschriebene Behandlungen.


Wie Rotlichttherapie bei Psoriasis eingesetzt wird

Die Rotlichttherapie kann mithilfe professioneller Panels, gezielter Geräte oder Ganzkörpersysteme auf die betroffenen Hautpartien angewendet werden.

Allgemeine, auf Wohlbefinden ausgerichtete Richtlinien umfassen:

  • Wellenlängen:630–660 nm (rot) und 830–850 nm (nahes Infrarot)

  • Sitzungszeit:10–20 Minuten pro Bereich

  • Frequenz:3–5 Mal pro Woche

  • Anwendungsbereich:Saubere, unbedeckte Psoriasis-Plaques

Um sichtbare Verbesserungen zu erzielen, ist oft eine kontinuierliche Anwendung über mehrere Wochen erforderlich.


Sicherheit und Überlegungen

Die Rotlichttherapie ist im Allgemeinen gut verträglich, wichtige Vorsichtsmaßnahmen sind jedoch:

  • Es sollte keine verschriebenen topischen oder systemischen Psoriasis-Behandlungen ersetzen.

  • Die Anwendung auf offenen Wunden ist zu vermeiden, es sei denn, sie wird von einem Arzt oder einer Ärztin empfohlen.

  • Konsultieren Sie vor Beginn der Therapie einen Dermatologen, insbesondere bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis.


Schlussbetrachtung

Kann Rotlichttherapie also bei Psoriasis helfen? Aktuelle Erkenntnisse deuten darauf hin.kann die Symptomlinderung unterstützen, indem es dazu beiträgt, Entzündungen zu reduzieren, die Hautregeneration zu fördern und das allgemeine Hautgefühl zu verbessern.Die Rotlichttherapie ist zwar keine Heilung, bietet aber eine schonende, nicht-invasive Option, die die herkömmliche Psoriasis-Behandlung ergänzen kann.

Für Menschen, die einen nicht-UV-basierten, wissenschaftlich fundierten Ansatz für das Wohlbefinden ihrer Haut suchen, könnte die Rotlichttherapie als Teil eines umfassenderen Psoriasis-Behandlungsplans eine Überlegung wert sein.


Häufig gestellte Fragen

F: Ist Rotlichttherapie bei Psoriasis besser als UV-Licht?
A: Rotes Licht ersetzt nicht die UV-Phototherapie, bietet aber eine UV-freie Alternative, die zur Unterstützung der Hautgesundheit beitragen kann, ohne die mit UV-Strahlung verbundenen Risiken.

F: Wie lange dauert es, bis Ergebnisse sichtbar sind?
A: Einige Anwender berichten von einer Besserung innerhalb von 4–8 Wochen bei konsequenter Anwendung.

F: Kann Rotlichttherapie Psoriasis verschlimmern?
A: Bei sachgemäßer Anwendung ist es im Allgemeinen sicher, die Reaktion kann jedoch individuell variieren. Bei Hautreizungen die Anwendung abbrechen.

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