Die Plantarfasziitis ist eine der häufigsten Ursachen für Fersenschmerzen und betrifft Sportler, Menschen, die lange stehen müssen, sowie Personen mit verkürzter Wadenmuskulatur oder Fußverspannungen. Sie ist durch eine Entzündung der Plantarfaszie – eines dicken Gewebebandes, das das Fersenbein mit den Zehen verbindet – gekennzeichnet und kann, insbesondere morgens, stechende, heftige Schmerzen verursachen.
Da immer mehr Menschen nach nicht-invasiven und medikamentenfreien Lösungen suchen, hat die Rotlichttherapie als mögliche unterstützende Behandlungsmethode an Bedeutung gewonnen. Doch kann Rotlichttherapie tatsächlich bei Plantarfasziitis helfen? Lassen Sie uns die wissenschaftlichen Grundlagen und Vorteile genauer betrachten.
Was ist Rotlichttherapie?
Bei der Rotlichttherapie (auch Photobiomodulation genannt) werden spezifische Wellenlängen von rotem und nahinfrarotem Licht – typischerweise zwischen 630 und 880 nm – verwendet, um in die Haut einzudringen und die Zellaktivität anzuregen.
Im Gegensatz zu UV-Licht schädigt rotes Licht die Haut nicht. Stattdessen wirkt es auf Zellebene, um die Heilung zu unterstützen, Entzündungen zu reduzieren und die Durchblutung zu verbessern.
Wie Rotlichttherapie bei Plantarfasziitis helfen kann
Obwohl die Rotlichttherapie keine Heilung darstellt, deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass sie die Symptome der Plantarfasziitis auf verschiedene wichtige Weisen lindern kann:
1. Reduziert Entzündungen
Die Schmerzen bei Plantarfasziitis werden hauptsächlich durch chronische Entzündungen verursacht. Rotes und nahinfrarotes Licht kann helfen, Entzündungsreaktionen zu regulieren, indem es oxidativen Stress reduziert und gereiztes Gewebe beruhigt.
2. Fördert die Gewebereparatur
Die Rotlichttherapie stimuliert die Mitochondrienaktivität und erhöht so die ATP-Produktion (zelluläre Energie). Diese gesteigerte Energieversorgung kann die Reparatur von Mikroverletzungen in der Plantarfaszie im Laufe der Zeit unterstützen.
3. Verbessert die Durchblutung
Eine schlechte Durchblutung kann die Heilung verlangsamen. Rotlichttherapie fördert die Gefäßerweiterung, wodurch Sauerstoff und Nährstoffe besser in das betroffene Gebiet transportiert und die natürlichen Heilungsprozesse unterstützt werden.
4. Hilft auf natürliche Weise Schmerzen zu lindern
Viele Anwender berichten von einer Linderung von Fersenschmerzen und -steifigkeit nach regelmäßigen Rotlichttherapie-Sitzungen. Dieser schmerzlindernde Effekt wird mit einer Reduzierung von Entzündungen und einer verbesserten Nervenfunktion in Verbindung gebracht.
Wissenschaftliche Perspektive
Mehrere Studien zur Photobiomodulation deuten auf positive Effekte bei Muskel-Skelett-Schmerzen, Weichteilverletzungen und Entzündungen hin. Obwohl spezifische groß angelegte Studien zur Plantarfasziitis noch begrenzt sind, belegen klinische Erkenntnisse zu verwandten Sehnen- und Faszienerkrankungen ihren Einsatz als komplementäre Therapie.
Um optimale Ergebnisse zu erzielen, wird die Rotlichttherapie oft mit Dehnübungen, geeignetem Schuhwerk und Ruhe kombiniert.
Wie man Rotlichttherapie bei Plantarfasziitis anwendet
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Wellenlängen:660 nm (rot) und 850 nm (nahes Infrarot) werden üblicherweise empfohlen.
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Sitzungszeit:10–20 Minuten pro Sitzung
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Frequenz:3–5 Mal pro Woche
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Zielgebiet:Direkte Exposition des Fersen- und Fußgewölbebereichs
Professionelle Rotlichttherapieliegen oder gezielte, auf die Füße ausgerichtete Geräte können eine gleichmäßige und gleichmäßige Lichtexposition gewährleisten.
Ist Rotlichttherapie sicher?
Rotlichttherapie gilt bei korrekter Anwendung im Allgemeinen als sicher. Sie ist nicht-invasiv, schmerzfrei und kommt ohne Medikamente oder Injektionen aus. Sie sollte jedoch eher als unterstützende Maßnahme zur Gesundheitsförderung denn als Ersatz für eine medizinische Behandlung in schweren Fällen betrachtet werden.
Wenn die Schmerzen anhalten oder sich verschlimmern, wird stets die Konsultation eines Arztes empfohlen.
Schlussbetrachtung
Kann Rotlichttherapie also bei Plantarfasziitis helfen? Obwohl sie herkömmliche Behandlungen nicht ersetzen kann, zeigt die Rotlichttherapie vielversprechendes Potenzial als natürliche, unterstützende Option zur Schmerzlinderung, Entzündungshemmung und Förderung der Geweberegeneration.
Für Menschen, die eine sanfte, wissenschaftlich fundierte Methode zur Linderung von Fußschmerzen suchen, könnte die Rotlichttherapie als Teil eines umfassenden Behandlungsplans für Plantarfasziitis in Betracht gezogen werden.
Häufig gestellte Fragen
F: Wie lange dauert es, bis man mit der Rotlichttherapie bei Plantarfasziitis erste Ergebnisse sieht?
A: Manche Menschen bemerken bereits nach wenigen Wochen eine Linderung, während andere eine konsequente Anwendung über 6–8 Wochen benötigen.
F: Kann ich die Rotlichttherapie jeden Tag anwenden?
A: Ja, eine moderate tägliche Anwendung ist im Allgemeinen unbedenklich, die meisten Protokolle empfehlen jedoch 3–5 Sitzungen pro Woche.
F: Kann Rotlichttherapie Dehnübungen oder orthopädische Einlagen ersetzen?
A: Nein. Es eignet sich am besten als ergänzende Therapie in Verbindung mit Dehnübungen, geeignetem Schuhwerk und Anpassungen des Lebensstils.